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Neuerungen ab dem 01.01.2019 im Steuer- und Sozialversicherungsrecht

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Jahr zum Jahresende möchten wir auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit nutzen, Ihnen die Neuerungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht ab dem 01.01.2019 aufzuzeigen und Sie zu informieren:

 

1. Steuerliche Neuregelungen:

 

1.1.      Wie schon im letzten Jahr möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass die allgemeine Frist zur Abgabe der Steuererklärung ab dem Steuerjahr 2018, also für die Veranlagung 2018 um 2 Monate verlängert wird und künftig 7 Monate anstatt wie bisher 5 Monate beträgt. Bei einer steuerlichen Vertretung wäre dies also für das Steuerjahr 2018 der 28.02.2020. Bitte aber wie bisher die Steuerunterlagen pünktlich hereinreichen!

 

1.2.      Zur Entlastung der Familien wird das Kindergeld ab dem 01.07.2019 pro Kind um 10,-- € pro Monat erhöht. Zudem steigt entsprechend auch der steuerliche Kinderfreibetrag ab dem 01.01.2019 um 192,-- € auf 7.620,-- € und ab dem 01.01.2020 um weitere 192,-- € auf 7.812,-- €.

           

1.3.      Außerdem wird der in den Einkommensteuertarifen integrierte Grundfreibetrag angehoben, ab dem 01.01.2019 um 168,-- € auf 9.168,-- € sowie ab dem 01.01.2020 um weitere 240,-- € auf 9.408,-- €.

           

1.4.      Künftig werden zusätzlich zum Arbeitslohn gewährte Zuschüsse und Sachbezüge des Arbeitgebers für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (sog. Jobtickets) steuerfrei gestellt. Diese geldwerten Vorteile fallen nicht mehr unter die monatliche Freigrenze von 44,-- €. Die steuerfreien Leistungen werden auf die Entfernungspauschale angerechnet.

 

1.5.      Fahrer von Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen werden bei der Privatnutzung dieser Fahrzeuge steuerlich entlastet. Grundsätzlich muss die private Nutzung eines Dienstwagens mit einem 1 % des inländischen Listenneupreises für jeden Kalendermonat versteuert werden. Für Elektrofahrzeuge und auch für Hybridelektrofahrzeuge, die nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022 angeschafft oder geleast werden, wird der Vorteil aus der Nutzung solcher Fahrzeuge nur noch zur Hälfte besteuert.

 

1.6.      Zur Förderung der Elektromobilität sieht das EStG bereits die Steuerfreiheit für Arbeitgeberleistungen, so etwa für den vom Arbeitgeber gestellten Ladestrom und die betriebliche Ladevorrichtung für entsprechende Fahrzeuge vor. Ab dem 01.01.2019 gilt dies auch für den geldwerten Vorteil aus der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung eines betrieblichen Fahrrads oder Elektrofahrrades vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer. Die Steuerbefreiung gilt aber nicht bei einer Gehaltsumwandlung, was in der Praxis häufig anzutreffen ist. Ist ein Elektrofahrrad verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug einzuordnen (ab 25 km/h) sind für die Bewertung dieses geldwerten Vorteils ebenfalls nach wie vor die Regelungen der Dienstwagenbesteuerung anzuwenden.

 

1.7.      Zum 01.01.2019 muss die schon 2016 verabschiedete EU-Richtlinie über Gutscheine in nationales Recht umgesetzt werden. Dies erfolgt über Ergänzungen in § 3 UStG:

 

1.8.      Bereits im letzten Jahr hatten wir darauf hingewiesen, dass der BFH sich zur rückwirkenden Rechnungsberichtigung geäußert hatte. Auch die Finanzverwaltung wird sich demnächst in einem BMF-Schreiben hierzu endlich äußern. Voraussichtlich werden darin aber nur die Vorgaben aus der Rechtsprechung umgesetzt. Zur Vermeidung einer Verzinsung nach § 233a AO kann nach der Rechtsprechung in bestimmten Fällen eine nicht ordnungsgemäße Rechnung mit Wirkung für die Vergangenheit berichtigt werden. Bei Fragen hierzu können Sie uns gerne ansprechen.

 

1.9.      Nach der ständigen Rechtsprechung  des EuGH sind die Rechnungsbestandteile einer Rechnung nur „formelle Voraussetzung“, die den Vorsteuerabzug nicht abschließend ausschließen können, wenn die materiellen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese in der Praxis kaum umsetzbaren Vorgaben haben aber dazu geführt, dass sich einige Anforderungen der Rechnungen verändert haben. So ist es jetzt nicht mehr erforderlich, dass der leistende Unternehmer mit einer Anschrift in der Rechnung steht, unter der er seine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet. Es ist vielmehr ausreichend, dass eine Adresse erfasst ist, unter der postalische Erreichbarkeit vorliegt (BFH, Urteil vorm 21.06.2018, V R 25/15).

           

1.10.     Zum 01.01.2019 gilt in Deutschland weiter der gesetzliche Mindestlohn von jetzt 9,19 € brutto je Zeitstunde. (Aufzeichnungspflichten sind hier weiterhin zu beachten!)

 

 

2. Informationen zum Jahreswechsel im Sozialversicherungsrecht

 

2.1.      Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung West steigt von mtl. 6.500,-- € auf mtl. 6.700,-- € (West), im Osten auf mtl. 6.150,-- €.

 

2.2.      In der Krankenversicherung bleibt der allgemeine Beitragssatz auch in diesem Jahr bei 14,60 %, zuzüglich individuelle Zusatzbeiträge, die von zahlreichen Krankenkassen angepasst werden. Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden hierbei zum Jahreswechsel deutlich entlastet. Der Bundesrat lies am 23.11.2018 das vom Bundestag beschlossene GKV-Versichertenentlastungsgesetz passieren, wonach die Arbeitgeber wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen müssen, also auch bei den individuellen Zusatzbeiträgen der einzelnen Krankenkassen. Die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung liegen 2019 wie 2018 bei 18,6 %, während in der Arbeitslosenversicherung eine Senkung von 3,00 %  auf 2,5 % zum 01.01.2019 erfolgt. In der Pflegeversicherung liegt der Beitragssatz ab dem 01.01.2019 bei 3,05 %. Zu den 3,05 % kommt noch der Kinderlosenzuschlag von 0,25 %, den kinderlose Versicherte ab dem vollendeten 23. Lebensjahr leisten müssen. Für kinderlose Versicherte ist mit der Beitragssatzerhöhung somit ein Gesamtbeitrag von 3,30 % zu leisten.

 

Gerne stehen Ihnen meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Rückfragen zur Verfügung. Insbesondere individuelle Fragen zu einzelnen Sachverhalten können dabei geklärt oder erläutert werden. Wir wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch und ein hoffentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 und freuen uns auf eine weiterhin gute und angenehme Zusammenarbeit.

 

Mit freundlichen Grüßen aus Wilnsdorf

Danke für 2015


Liebe Mandanten, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Es wird daher Zeit sich für die Treue zu bedanken. Gerne möchten wir mit Ihnen die gute Zusammenarbeit auch in 2016 fortführen. 

Wir sind natürlich noch bis zum 22.12.2015 für Sie erreichbar. 

Das Team sagt aber heute schon einmal Dank und wünscht noch schöne Adventstage. 

Steuerliche Änderungen zum Jahreswechsel 2014 !


Wir freuen uns auf Ihren Anruf, um Sie schon heute auf die Änderungen vorzubereiten und die entsprechende Vorkehrungen treffen zu können. 


Eine Vorauswahl finden Sie in der pdf Anlage.

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